Reiserouten - Die Banda-See

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Die Banda-See in den südlichen Molukken wird eingeschlossen von den großen Inseln Buru, Ambon und Seram im Norden, Gorom, Kei und Aru im Osten und Tanimbar sowie einiger kleinerer, an Ost-Timor grenzender Inseln wie Babar und Moa im Süden.
Der portugiesische Entdecker und Nautiker António de Abreu war vermutlich der erste Europäer, der die Banda-Inseln um 1512 erreichte, damals aber nicht kartographierte. Der Handel mit Muskatnuss brachte die Gruppe in den Blickpunkt der westlichen Kolonialstaaten und machte sie zu einem der damals begehrtesten Ziele auf Erden. Zunächst in portugiesischer Hand, wurden die Inseln später von den Holländern von Batavia aus erobert. Auch heute findet man auf ihnen noch viele Überreste aus portugiesischer und holländischer Kolonialzeit.
Diese "Gewürzinseln" waren übrigens auch das eigentliche Ziel von Christoph Kolumbus.
Mittlerweile werden die Inseln, wahre tropische Paradiese, von Seglern, Anglern und vor allem Tauchern wegen ihrer außergewöhnlichen Fischwelt besucht. Die Bucht von Ambon ist für ihr "Critter"-Tauchen bekannt, während die Tauchgebiete der in der Nähe befindlichen Insel Seram noch fast unberührt sind.
Interessante 'Critter'-Tauchgänge mit wunderschönen Überhängen gibt es auch auf der Insel Reong im Nordwesten von Wetar. Hier haben die Abenteuerlustigen unter Ihnen die Möglichkeit, Salzwasserkrokodile zu entdecken. Auch Blauwale gehören in diesem Gebiet zu den häufigen Besuchern.
Gunung Api ist eine isolierte vulkanische Bergspitze im Zentrum der Banda-See. Umgeben von kristallklarem Wasser, bietet diese unbewohnte Insel ein Zuhause für Tausende von nestbauenden Seevögeln. Unter Wasser begegnet man hier in großer Zahl den "Banded Kraits" (Wasserschlangen).
Auch das kleine Atoll von Lucipara besteht aus unterseeischen Vulkanen, die sich bis zu einer Meile vom Meeresgrund erheben. Die unbewohnten Strände sind bevorzugte Brutplätze der Grünen Schildkröte (Chelonia mydas). Atemberaubende Riffe laden zum Tauchen und Schnorcheln ein. Ein Höhepunkt dieser Reise ist zweifellos ein Nachttauchgang mit den seltenen Blitzlichtfischen (Flashlight fishes).
Sehr hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind typisch für dieses Gebiet. Die Regenzeit dauert von Dezember bis März, wobei der meiste Niederschlag im Januar und Februar fällt. Juli und August sind dagegen sehr trocken.
Aktivitäten
Die Landschaften werden von wunderschönen Vulkanen dominiert, unberührte Strände laden zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Angler können hier vor allem Tunfisch fangen.
Anreise
Es gibt tägliche Flugverbidungen von Bali und Jakarta nach Ambon, mit Zwischenstop in Makassar.
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